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Haus auf der Pfannhalde
- Obergeschoss - die Bibliothek
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Es ist eine Bibliothek der vielen Spuren. Sie umfasst mehr als tausend Bände und ist Über das Haus verteilt. Sie enthält eine Vielzahl
geerbter oder geschenkter Bücher: Wolfgang Paeckelmann, Großvater von Jürgen und Dirk Zimmer, war Naturwissenschaftler,
Reformpädagoge und Philosoph, seine Frau Margarethe, geb. Dunklenberg, liebte Musik und Kunst. Professor Dr. Shaul B. Robinsohn,
der zu den Gründungsdirektoren des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung gehörte und Lehrmeister von Jürgen Zimmer
war, sowie seine Frau Dr. Hilde Robinsohn, Anwältin in Wiedergutmachungsprozessen, hinterließen ihre belletristische Bibliothek
(während die Robinsohn'sche Fachbibliothek in der Internationalen Akademie an der Freien Universität Berlin zugänglich ist).
Professor Peter Ulbrich, vor dem Fall der Mauer Direktor der Akademie für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, und seine
Frau Maja, im Moskauer Exil aufgewachsene Dokumentarfilmerin deutsch-jüdischer Abstammung, vermachten ihrem Nachbarn
Jürgen Zimmer, der schon vor 1989 knapp diesseits der Mauer in Berlin-Steinstücken lebte, ihre Buchbestände, bevor sie ins wärmere
Südfrankreich auswanderten. Von Gisela Zimmer, der Mutter von Jürgen und Dirk Zimmer, stammt Belletristisches, von Birzana Zimmer,
Jürgens Frau, kommen die schönen Bildbände aus dem fernen Asien. Auch Jürgen Zimmers eigene Bibliothek ist in Teilen auf der
Pfannhalde untergebracht. Die Bibliothek ist der Versammlungsort von Poeten, Schriftstellern, Gelehrten und gescheiterten Visionären.
Friedlich nebeneinander stehen Kant und Schiller, Eichendorf und Hölderlin, Buber und Marx, Walser und Reich-Ranicki, Poe und
Conrad, Lenin und Luther, Frisch und Lem und dazu einiges an Heimatkunde: Über den Bodensee, über Wasserburg, Salem und den
Poppele vom Hohenkrähen. Regenwetter? Da müsste es schon sehr, sehr lange regnen, bis die Bibliothek nichts mehr bieten kann.
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